Der Verbrennungsvorgang

Bevor die Braunkohle zur Verbrennung beziehungsweise zur Verstromung eingesetzt wird, lagern wir sie auf einer Vorratshalde vor dem Kraftwerk, die komplett gefüllt, 18 Tage den Betrieb gewährleistet. Zwei Haldengeräte legen dort die Kohle vertikal in gleichmäßigen Bahnen aus (Aufhaldung). Das Wegnehmen (Abhaldung) der Kohle erfolgt in waagerechten Schleifen, so dass auf diesem Weg eine gute Durchmischung gewährleistet ist. Im Anschluss gelangt sie über Transportbänder auf den Vorrost, in dem Steine abgeschieden werden. Im zweiten Schritt kommt sie in den Prellbrecher, wird aufgebrochen und eventuell vorhandene Eisenteile über einen Magnetabscheider entfernt. Im dritten Schritt werden über den Nachrost noch einmal Steine abgeschieden. Anschließend kommt das zerkleinerte Brennmaterial in den Kesselbunker.

Am Anfang des Verbrennungsvorgangs stehen das staubfeine Mahlen der Kohle und die  Trocknung des Kohlestaubs in insgesamt sechs Kohlemühlen. Bis zu fünf dieser Mühlen sind immer im Betrieb, während die sechste jeweils einer regelmäßigen Wartung unterzogen wird.

Jede Kohlemühle versorgt vier Brenner, über die der Kohlestaub zum Verfeuern in den Kessel geblasen wird. Der Kessel des Kraftwerks Buschhaus ist 30 Prozent größer als in Anlagen mit vergleichbarer Leistung, denn dadurch kann mit geringeren Verbrennungstemperaturen von unter 1.100 Grad Celsius gearbeitet und somit die Entstehung von Stickoxid verhindert werden. Aus diesem Grund benötigt Buschhaus auch keine separate Entstickungsanlage.

Der Verbrennungskessel (Dampferzeuger) ist mit einem engen Geflecht von Röhren ausgekleidet. Um Dampf zu erzeugen, saugen drei sogenannte Speisewasserpumpen das entmineralisierte Wasser aus dem Speisewasserbehälter an und pumpen es unter hohem Druck in das Röhrengeflecht des Kessels, wo es bis zur Entstehung von Dampf erhitzt wird. Auf der höchsten Stufe erreicht der Dampf einen Druck von bis zu 195 bar und gelangt mit Temperaturen von 535 Grad Celsius in den Hochdruckbereich der Turbine.