News 02/2017

Helmstedter Revier GmbH verschrottet letztes Großgerät im ehemaligen Tagebau Schöningen

Das letzte verbliebene Großgerät der Schaufelradbagger 44 im ehemaligen Tagebau Schöningen wird derzeit von der Helmstedter Revier GmbH (HSR) mit der Genehmigung des Bergamtes demontiert, verschrottet und entsorgt.

Die HSR hat dafür eine Fachfirma beauftragt. Mit insgesamt sechs Mitarbeitern ist diese seit 25. August damit beschäftigt, den 22 Meter hohen und 890 Tonnen schweren Schaufelradbagger sowie die dazugehörigen Geräteteile wie Kabeltrommelwagen, Raupen und Raupenbandförderer zu zerlegen.

Die Demontage des Schaufelradbaggers geschieht ausschließlich durch den Einsatz hydraulischer Scheren, Schneid- und Plasmabrennern sowie das Lösen von Schraubverbindungen mittels handgeführter Pressluftschraubgeräte und elektrischer Schneidgeräte. Große Teile werden dann mit Hilfe eines Autokrans in die gewünschte Position verbracht.

„Der Rückbau muss statisch ausgewogen beziehungsweise entsprechend der vorgegebenen Demontagetechnologie erfolgen“, erklärt Projektleiter Ronald Gerlach von der HSR das Demontagekonzept. Im ersten Zerlegeschritt wurde der Ausleger des seitlich stehenden Abwurfbandes zwecks Austarierung der Gesamtkonstruktion abgebaut.

Nach klaren technologischen Vorgaben werden nach und nach die einzelnen Gerätebaugruppen demontiert, damit das tonnenschwere Großgerät nicht ins Kippen gerät. Nach der Zerlegung werden die Materialien ordnungsgerecht separiert und der Weiterverarbeitung sowie Entsorgung zugeführt. Der so entstandene Abfall wird in Abrollcontainern getrennt und sortiert gelagert. Die Schrottverladung erfolgt mittels Hydraulikbagger und Sortiergreifern in Container bzw. gleich auf Sattelzugfahrzeuge. Die Materialien werden danach bedarfsgerecht abgefahren und in dafür zugelassenen Entsorgungseinrichtungen verwertet. Die Abfuhr erfolgt mehrfach am Tag. Bis Ende September sollen die Arbeiten voraussichtlich abgeschlossen sein.

 

 

Hintergrundinformationen zum Schaufelradbagger 44

Der Schaufelradbagger 44 begann seinen Einsatz erstmals als Neugerät am 2. April 1984 im Nordfeld desTagebaus Schöningen.

Zwischenzeitlich wurde der Bagger 44 vom 24. April 1985 bis zum 7. Dezember 1987 an der Umschlaganlage für Normalbraunkohle zur Kohleverladung des Kraftwerks Buschhaus eingesetzt.

Am 11. Dezember 1987 wurde er im Nordfeld des Tagebaus Schöningen wieder in Betrieb genommen. Dort bewegte das Großgerät bis zum 29. November 1996 899.915 m3 Abraum und 11.583.034 t Kohle, bevor sein Einsatzort am 13. Januar 1997 in das Südfeld des Tagebaus verlagert wurde. Hier bewegte der Bagger 44 bis zum 22. April 2016 363.502 t Kohle.

Am 30. August 2016 endete nach über 140 Jahren die Bergbauära des Helmstedter Reviers und der Einsatz des Schaufelradbaggers 44.

Insgesamt förderte und bewegte Schaufelradbagger 44 1.393,121 m3 Abraum und 35.136,487 t Kohle.

 

 

Technische Daten Schaufelradbagger 44

 

Lieferfirma                             -           Orenstein & Koppel

Standort                                 -           Tagebau Schöningen

Baujahr                                  -           1983/84

In Betrieb seit                        -            Mai 1984

Gesamthöhe                           -            22 m

Nenn-Förderleistung               -            1.750 m3 /h lose

Dienstgewicht                        -            890 t

Fahrgeschwindigkeit               -            ca. 8,1 m/min.

Schaufelraddurchmesser         -            9 m

Anzahle der

Eimer/Vorschneider12/12       -           12/12

Eimer-Nenninhalt                    -           375 l

Instl. Leistung                         -           1300 KW

Theor. Förderleistung              -           1750 m3/h

 

News 01/2017

Bergrechtliches Planfeststellungsverfahren zur Herstellung eines Gewässers

Abschluss der Tagebaue Helmstedt und Wulfersdorf


Die Helmstedter Revier GmbH (HSR) und die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) planen die Wiedernutzbarmachung der Tagebaue Helmstedt und Wulfersdorf. Diese stellten am 13. Juni 2017 ihr Projekt bei der ergänzenden Antragskonferenz des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) den Trägern öffentlicher Belange (TÖB) und den anerkannten Naturschutzvereinigungen vor. Der sogenannte ergänzende Scopingtermin fand im Hotel Quellenhof in Helmstedt statt.

Gegenstand des bergrechtlichen Verfahrens ist ausschließlich die Herstellung eines Gewässers in dem Braunkohle-Restloch Helmstedt und Wulfersdorf mit der Bezeichnung „Lappwaldsee“. Die Wiedernutzbarmachung der ausgekohlten Tagebaufläche und Herstellung der öffentlichen Sicherheit ist die Voraussetzung zur Beendigung der Bergaufsicht.

LBEG führt das Verwaltungsverfahren federführend mit Zustimmung des Landesamts für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt (LAGB), Halle (Saale), da das Verfahren sowohl Belange im Land Niedersachsen als auch die des Landes Sachsen-Anhalt berührt. Dies liegt in der Geschichte des ehemaligen Tagebaus begründet, durch den einst die Deutsch-Deutsche-Grenze verlief.

Die Vorhabenträger haben den anwesenden Vertretern der beteiligten Behörden, den Träger öffentlicher Belange sowie der Naturschutzverbände aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt ihr Anliegen dargelegt.
Bereits im Vorfeld der Antragskonferenz hatten die Behörden der von dem geplanten Projekt betroffenen Landkreise und Gemeinden und die Naturschutzverbände die Möglichkeit, Stellungnahmen zu dem Vorhaben abzugeben. Einige nutzten auch die Antragskonferenz selbst, bei der das von der HSR und LMBV beauftragte Planungsbüro das Projekt vorstellte und einen Überblick über die bisher geplanten Untersuchungen bzw. Auswirkungen auf zu schützende Güter wie Mensch, Pflanzen und Tiere, Boden, Wasser, Klima sowie Sach- und Kulturgüter gab.
Das LBEG wird die abgegebenen Hinweise und Stellungnahmen nun prüfen und den Untersuchungsrahmen festlegen.

Pressemitteilung 05/2016

Beginn der Sicherheitsbereitschaft im Helmstedter Revier

Kraftwerk Buschhaus geht ab Oktober in den Stillstandsbetrieb/130 Mitarbeiter werden weiterbeschäftigt im Kraftwerk und in der Rekultivierung

 

Helmstedt/Zeitz. Am 1.Oktober 2016 wird das Kraftwerk Buschhaus der Helmstedter Revier GmbH mit einer Nettoleistung von 352 Megawatt aufgrund des Beschlusses der Bundesregierung zum neuen Energiewirtschaftsgesetz für vier Jahre in die Sicherheitsbereitschaft überführt. Während dieser Sicherheitsbereitschaft ist das Kraftwerk Buschhaus vom Netz genommen. Das Kraftwerk wird durch die Helmstedter Revier GmbH nicht mehr am Markt eingesetzt. Ein Anfahren ist nur auf Anforderung des Übertragungsnetzbetreibers gestattet.

 

Die Überführung des Kraftwerks Buschhaus in die Sicherheitsbereitschaft ist eine politische Entscheidung der Bundesregierung und soll zur Einhaltung der Klimaschutzziele für 2020 beitragen. Sie ist aber auch mit erheblichen Auswirkungen auf die Helmstedter Revier GmbH (HSR) und die Muttergesellschaft MIBRAG verbunden.

 

In den letzten Wochen wurde das Kraftwerk Buschhaus – wie ursprünglich von MIBRAG und der Helmstedter Revier GmbH geplant – vorrangig aus dem Tagebau Profen in Sachsen-Anhalt mit Kohle versorgt. Zur Vorbereitung der Sicherheitsbereitschaft sind Vorbereitungs- und Konservierungsmaßnahmen notwendig gewesen, die bis zum 30. September durchgeführt wurden. Dazu ging das Kraftwerk Buschhaus bereits am 24. September außer Betrieb.

 

Von den aktuell 370 Mitarbeitern der HSR werden 200 Mitarbeiter aufgrund der Auskohlung des Tagebaues Schöningen in den geplanten Vorruhestand gehen. Diese Regelung wurde bereits im Interessenausgleich und Sozialplan „Abfahren Helmstedter Revier“ im Jahr 2010 vereinbart.

 

In der Sicherheitsbereitschaft und Rekultivierung werden 130 Mitarbeiter weiter beschäftigt. Bis 2018 können außerdem 34 Auszubildende ihre Ausbildung im Unternehmen abschließen. Um den Einschnitt für die Zeit nach der Sicherheitsbereitschaft für die verbleibenden Mitarbeiter abzufedern, hat die Geschäftsführung gemeinsam mit dem Betriebsrat der HSR im September 2016 einen Sozialplan mit Interessenausgleich abgeschlossen.

 

Den Stillstandsbetrieb werden ab Oktober 80 Mitarbeiter im Kraftwerk Buschhaus aufrechterhalten. Ziel der Arbeiten in der Sicherheitsbereitschaft: Das Kraftwerk Buschhaus, wie mit der Bundesregierung vereinbart, betriebsbereit zu halten. Alle notwendigen Maßnahmen, die zur Aufrechterhaltung der Betriebsgenehmigung erforderlich sind und den hohen technischen Standard des Kraftwerks sichern, werden auch in Zusammenarbeit mit dem Technischen Überwachungsverein (TÜV) sowie den zuständigen Behörden in der Sicherheitsbereitschaft ausgeführt. 50 weitere Mitarbeiter übernehmen bergbauliche Sanierungsarbeiten. Dazu gehören unter anderem der Rückbau von bergbaulichen Anlagen und die Errichtung standsicherer Böschungen.

 

Die für die Sicherheitsbereitschaft zur Verfügung stehenden Mittel werden zur Aufrechterhaltung des vierjährigen Stillstandbetriebes und zur Erfüllung der Rekultivierungsverpflichtungen verwendet.

 

Mit der Sicherheitsbereitschaft entfällt auch die geplante Absatzmöglichkeit für den Tagebau Profen von MIBRAG. Deshalb muss MIBRAG bis Anfang 2019 sozialverträglich über 320 Arbeitsplätze abbauen.

 

Helmstedt/Zeitz, 30. September 2016

 

 

MIBRAG

Pressestelle

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Telefon: 03441-684-612

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Ansprechpartnerin: Sylvia Werner/Pressesprecherin

 

 

Helmstedter Revier GmbH

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Ansprechpartnerin: Gabriele Dunkel

 

Pressemitteilung 04/2016

Ende der Bergbauära im Helmstedter Revier

Mit der Auskohlung des Tagebaus Schöningen am Dienstag, dem 30. August 2016 geht die über 150-jährige Bergbaugeschichte im Helmstedter Revier zu Ende. Der Tagebau Schöningen war der letzte Tagebau der Helmstedter Revier GmbH. Er lieferte die Braunkohle für das Kraftwerk Buschhaus.

Der letzte Dumper verließ um etwa 10:30 Uhr mit seiner Fracht geschmückt mit einem Birkenbäumchen die Förderstätte im Südfeld des Tagebaus Schöningen. „Ein historisches Ereignis, dass uns alle wehmütig stimmt, denn mit der Auskohlung des letzten Tagebaus des Unternehmens geht die langjährige Bergbauära im Helmstedter Revier zu Ende“, erklärt Dr. Torsten Dietze, Geschäftsführer der Helmstedter Revier GmbH.

Nach über 32 Jahren unermüdlicher Arbeit hatte auch der letzte Bagger im Tagebau Schöningen seine finale Schicht beendet. In der Frühschicht am 30. Juli 2016 drehte sich ein letztes Mal das Schaufelrad des schweren Koloss und förderte noch einmal das schwarze Gold aus dem Erdreich im Helmstedter Revier zutage. 

Schaufelradbagger 44 begann seinen Einsatz erstmals als Neugerät am 2. April 1984 im Nordfeld des Tagebaus Schöningen. Am 13. Januar 1997 wurde dann sein Einsatzort in das Südfeld des Tagebaus verlagert.

Die Zukunft für Bagger 44 ist noch ungewiss. Jedoch Bagger 45 und Absetzer 10 aus dem Tagebau Schöningen sind verkauft und finden an anderer Stelle eine Weiterverwendung.

Bis zum August 2016 wurde zuletzt mit mobiler Technik der Abraum abtransportiert und die restliche Kohle zur Bandanlage des Kraftwerks Buschhaus befördert.

Im Tagebau Schöningen wurden in der Zeit seines Aufschlusses vom 2. Juli 1979 bis zum 30. August 2016 insgesamt 311,6 Mio. m3 Abraum bewegt und 54,5 Mio. t Kohle gefördert. Nordfeld und Südfeld des Tagebaus Schöningen haben eine Fläche von 616 ha.

Nun ist auch für die Mitarbeiter des Helmstedter Reviers im Tagebau Schöningen die letzte aktive Kohle-Schicht zu Ende gegangen.

Sie werden sich künftig mit der Rekultivierung des Tagebaus und der übrigen Flächen der Helmstedter Revier GmbH beschäftigen.

 

 

Technische Daten Bagger 44:

 

Dienstgewicht                        -         890 t

Gesamthöhe                          -           22 m

Schaufelraddurchmesser         -             9 m

Schaufelinhalt                        -          375 l

Instl. Leistung                         -        1.300 KW

Theor. Förderleistung             -         1.750 m3/h

 

 

Technische Daten Tagebau Schöningen:

 

Abraumbewegung:

Nordfeld

Aufschluss am 2. Juli 1979 mit Schaufelradbagger 40 im Zugbetrieb.

Letzte Abraumbewegung von Schaufelradbagger 45 am 14. September 1993.

 

Südfeld

Aufschluss am 30. Oktober 1985 durch Schaufelradbagger 40 im Zugbetrieb.

Ab 14. August 2000 Einsatz mobiler Technik zur Abraumgewinnung.

 

Nordfeld                     86,2 Mio. m3                 1979-1993

Südfeld / DB-Pfeiler   225,4 Mio. m3                1985-2016

  

Kohleförderung:

Nordfeld

Am 12. August 1981 erste Kohleförderung durch Schaufelradbagger 40.

Letzte Kohleförderung am 8. April 1997 durch Bagger 87.

 

Südfeld

Erste Kohleförderung durch Schaufelradbagger 43 am 27. Januar 1992.

Letzte Kohleförderung am 30. August 2016 durch mobile Technik.

 

Nordfeld                     15,0 Mio. t                  1981-1997

Südfeld / DB-Pfeiler    39,5 Mio. t                  1992-2016

 

1. September 2016

Pressemitteilung 03/2016

Verhandlungen zum Sozialplan im Helmstedter Revier

Die Abfederung der Folgen des Eintritts in die Sicherheitsbereitschaft für das Kraftwerk Buschhaus der Helmstedter Revier GmbH (HSR) und seine Mitarbeiter ist seit mehreren Monaten Gegenstand intensiver Verhandlungen zwischen der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite. Ziel dieser Gespräche ist ein sozialverträglicher Abbau des Personals. Gleichzeitig sollen Chancen für die jüngeren Mitarbeiter in der Region geschaffen werden. In einer weiteren Gesprächsrunde am 20. Juni 2016 in Helmstedt unterbreitete die Arbeitgeberseite ein neues Angebot zur Gleichbehandlung der HSR-Mitarbeiter. Eingeschlossen darin ist die Förderung von Qualifizierungsmaßnahmen. Dieses Angebot steht nun zur Diskussion.

Ihren Forderungen für das Helmstedter Revier verliehen IG BCE und HSR-Betriebsrat sowie Mitarbeiter und deren Familien in einer Demonstration vor dem Verwaltungsgebäude von MIBRAG in Zeitz Ausdruck. Die Forderungen beinhalten erheblich höhere als vom Gesetzgeber geregelte Abfindungen sowie eine Vorruhestandsregelung bis zum Geburtsjahrgang 1966. Außerdem wird MIBRAG aufgefordert,  Mitarbeiter von HSR zu übernehmen. Diesen Forderungen kann die Geschäftsführung von HSR vor dem Hintergrund der erheblich eingetrübten, wirtschaftlichen Situation nicht zustimmen, ohne die Substanz des Unternehmens auf Dauer zu gefährden. Gleichwohl haben die Geschäftsführungen von HSR und MIBRAG von Beginn an klar ein hohes Interesse an einer einvernehmlichen, für die Mitarbeiter tragfähigen Lösung signalisiert. Die Arbeitgeberseite ist zuversichtlich, dass eine konstruktive Lösung auf Sicht erzielbar ist.

MIBRAG hat das Helmstedter Revier im September 2013 von E.ON erworben, um das Kraftwerk Buschhaus langfristig und geplant bis 2030 weiter zu betreiben. E.ON hatte die Stilllegung des Helmstedter Reviers für 2017 vorgesehen. Nach dem planmäßigen Auskohlen des Tagebaus Schöningen (2016/2017) sollten aus dem MIBRAG-Tagebau Profen jährlich 2,0 bis 2,5 Mio. Tonnen Braunkohle nach Buschhaus geliefert werden.

Mit der Einführung einer Sicherheitsbereitschaft für Braunkohlenkraftwerke scheidet das Kraftwerk Buschhaus bereits außerplanmäßig zum 1. Oktober 2016 aus dem Strommarkt aus. Hierdurch sollen unter anderem die von der Bundesregierung beschlossenen Klimaziele für 2020 erreicht werden. Die unter die Sicherheitsbereitschaft fallenden Kraftwerke dürfen keinen Strom mehr produzieren und nur im äußersten Notfall zur Verhinderung eines Netzzusammenbruches auf Anforderung der Übertragungsnetzbetreiber kurzfristig in Betrieb genommen werden. Die Kosten für die Vorhaltung der Braunkohlenkraftwerke und Tagebaue über vier Jahre werden erstattet.

Mit dem Eintritt in die Sicherheitsbereitschaft entfällt diese Absatzmöglichkeit für den Tagebau Profen. Daher und weil die Kraftwerke wegen der zunehmenden Einspeisung von erneuerbaren Energien viel flexibler eingesetzt werden, muss MIBRAG bis Anfang 2019 über 320 Arbeitsplätze abbauen. Dies geschieht unter Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen sozialverträglich durch Altersteilzeit (bis Jahrgang 1957). Zur Finanzierung der Altersteilzeitregelung hat MIBRAG mit der Gewerkschaft IG BCE eine tarifliche „Nullrunde“ und andere Personalmaßnahmen für die nächsten zwei Jahre vereinbart.

Um eine Weiterbeschäftigung der HSR-Mitarbeiter, die nicht im Rahmen der Sicherheitsbereitschaft im Kraftwerk eingesetzt sind, zu sichern, will HSR diese Mitarbeiter für den Zeitraum von 4 Jahren für die Rekultivierung des Tagebaus Schöningen einsetzen. Diese Rekultivierungsarbeiten werden nicht über die Sicherheitsbereitschaft finanziert, sondern müssen vom Unternehmen bezahlt werden. Ursprünglich sollte die Finanzierung aus den im Kraftwerksbetrieb Buschhaus erwirtschafteten Erträgen erfolgen.

MIBRAG und HSR stehen zu ihrem Wort und werden alle Rekultivierungsverpflichtungen der HSR finanzieren. Dies geschieht vor dem Hintergrund der sich für die Unternehmen weiter verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

22. Juni 2016

Pressemitteilung 2/2016

Projekt 350 Teiche für Niedersachsen

 

Projekt 350 Teiche für Niedersachsen

 

Mit dem Projekt „350 Teiche für Niedersachsen“ möchte der NABU als Träger die Lebensbedingungen für Amphibien in 20 Projektgebieten verbessern. Gemeinsam mit der Helmstedter Revier GmbH sind aus diesem Grund in den letzten Jahren sieben Teiche im ehemaligen Tagebau Treue angelegt worden.

 

Das Projekt LIFE AMPHIKULT wird von der Europäischen Union gefördert. Wechselkröte, Laubfrosch, Moorfrosch, Kreuzkröte, Knoblauchkröte und Kleiner Wasserfrosch profitieren von den Maßnahmen. Sie alle gehören in Niedersachsen zu den gefährdeten Arten und stehen auch auf europäischer Ebene unter strengem Schutz. Auch Unken, Molche und Libellen und vielen anderen Arten kommen die Maßnahmen des Projekts zu Gute.

 

Auf dem Gelände des ehemaligen Tagebaus Treue der HSR ist es vor allem die Wechselkröte, der der NABU gemeinsam mit dem Unternehmen ein neues Zuhause gestaltet hat.

 

Die Flächen für das Projekt 350 Teiche liegen in naturnahen Feuchtgebieten. Die Wechselkröte laicht am Liebsten in vegetationsarmen, fischfreien und voll besonnten Gewässern mit ausgedehnten Flachwasserzonen. Da derartige, natürlich entstandene Gewässer in der heutigen Kulturlandschaft kaum noch vorhanden sind, ist die Art auf Ersatz durch den Menschen angewiesen.

 

Nicht nur die Wechselkröte besiedelt das neue Gebiet. Auch seltene Tiere wie verschiedene Fledermausarten, Feldhase, Rebhuhn, Fasan und Rotmilan fühlen sich hier wohl. Zusätzlich zum eben genannten Feuchtgebiet, gibt es auch sogenannte Sukzessionsflächen, die in der Rekultivierung der HSR ausgeschrieben sind. Hier handelt es sich um Flächen, die für spezielle Tier- und Pflanzenarten geschaffen werden, in die der Mensch nicht mehr eingreift. 

 

Die Wechselkröte ist die seltenste aller in Niedersachsen lebenden Amphibienarten und in diesem Bundesland akut vom Aussterben bedroht. Der ehemalige Tagebau Treue südwestlich von Helmstedt beherbergt eine der letzten und gleichzeitig größten Populationen der Art in Niedersachsen.

 

Nur noch einige hundert dieser Tiere leben in ganz Niedersachsen, wie die jährlich vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) durchgeführten Zählungen an den letzten rund 15 verbliebenen Vorkommen im Land belegen.

 

13. Juni 2016

Pressemitteilung 1/2016

Helmstedter Revier GmbH spricht Auszubildende frei

 

Helmstedter Revier GmbH spricht Auszubildende frei

 

Am letzten Freitag war es soweit: für 17 Auszubildende des Ausbildungsverbundes Helmstedter Revier ist die Ausbildungszeit vorbei. 12 Auszubildende der Helmstedter Revier GmbH, drei Auszubildende der ERA Morsleben und jeweils ein Auszubildender der surfactor Germany GmbH und der esco European Salt Company wurden im Herzoginnensaal des Schlosses Schöningen freigesprochen und erhielten ihre Abschlusszeugnisse.

 

Insgesamt 4 Prüfungsteilnehmer des Helmstedter Reviers schlossen ihre Ausbildung mit der Gesamtnote „GUT“ ab. Die Absolventen der Helmstedter Revier GmbH werden von nun an für ein Jahr als Jungfacharbeiter im Betrieb mitarbeiten.

 

Horst Breiter, stlv. Leiter der Aus- und Fortbildung, begrüßte die frischgebackenen Jungfacharbeiter, deren Familie und Freunde sowie Vertreter der Gesellschaften des Ausbildungsverbundes.

 

Dr. Torsten Dietze, Geschäftsführer der Helmstedter Revier GmbH, führte in seiner Rede an, dass jetzt zwar die Lehrzeit vorbei sei, jedoch nicht das Lernen. Dies sei ein Leben lang von Nöten, um im beruflichen Erfolg zu haben. Ferner gab er den Jungfacharbeitern den Rat, sich von den „Alten“ möglichst viel Erfahrung anzueignen, jedoch nicht die schlechten Eigenschaften zu übernehmen, fügte er mit einem Lächeln hinzu. Diesen Worten schloss sich Frau Kobert-Neumann, stlv. Betriebsratsvorsitzende der Helmstedter Revier GmbH an. „Weiterbildung, Weiterbildung, Weiterbildung“ lautete ihr Appell an die Jungfacharbeiter.

 

Nach der Übergabe der Zeugnisse hatten traditionell die frischgebackenen Jungfacharbeiter „das letzte Wort“. Geschmückt mit Zitaten aus ihrer Lehrzeit wie „Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps“ oder „Wer später kommt, darf früher gehen“ bedankten sie sich bei ihren Ausbildern. Im Anschluss konnten alle Anwesenden die Lehrzeit bei einem kleinen Imbiss Revue passieren lassen.

 

22. Januar 2016

Pressemitteilung 5/2015

Kraftwerk Buschhaus wird in Sicherheitsbereitschaft überführt

Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG) wird einen erheblichen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung leisten, die bis 2020 Braunkohlekraftwerksblöcke in einem Umfang von 2,7 Gigawatt in eine Sicherheitsbereitschaft überführen will.

Der Aufsichtsrat von MIBRAG stimmte in seiner Sitzung am 26. Oktober 2015 einer entsprechenden Verständigung mit dem Bundeswirtschaftsministerium zu, nach der das Kraftwerk Buschhaus der Helmstedter Revier GmbH mit einer Netto-Leistung von rund 350 Megawatt zum 1. Oktober 2016 für vier Jahre in die Sicherheitsbereitschaft genommen wird.

Die politische Entscheidung wird erhebliche Auswirkungen auf MIBRAG und ihre Tochter Helmstedter Revier GmbH haben. Die vorgesehene Sicherheitsbereitschaft und anschließende Stilllegung werden sich, wenn auch abgemildert, dennoch massiv auf die wirtschaftliche Entwicklung von MIBRAG und damit verbunden auf die Arbeitsplätze auswirken. Das betrifft sowohl die Helmstedter Revier GmbH, bei der derzeit noch 480 Mitarbeiter beschäftigt sind, als auch MIBRAG.

Vorgesehen war, dass nach der planmäßigen Auskohlung des Tagebaus Schöningen das Kraftwerk Buschhaus bis 2030 mit Braunkohle aus dem mitteldeutschen Revier versorgt werden sollte.

Derzeit wird zusammen mit den Betriebsräten intensiv an einer wirtschaftlich sinnvollen und sozialverträglichen Lösung gearbeitet.

27. Oktober 2015

Pressemitteilung 04/2015

von Links. Lars Fritsch, Daniel Henze und Cornelia Lange, Leiterin Personal/Recht

IHK ehrt die besten Auszubildenden der Region

Zwei Auszubildenden der Helmstedter Revier GmbH wurde am Dienstag, dem 21. April, eine ganz besondere Ehre zuteil. Die IHK Braunschweig zeichnete Lars Fritsch und Daniel Henze mit 67 weiteren Absolventen in einem Festakt im Gewandhaus der Stadt Braunschweig aus. Die beiden bestanden die Winterprüfung der IHK mit der Note „sehr gut“.

Der 26-jährige Daniel Henze ist schon im Februar von der Berufsbildenden Schule Helmstedt als einer der besten Schüler geehrt worden. Der frisch gebackene Industriemechaniker arbeitet derzeit als Jungfacharbeiter im Anlagenservice im Kraftwerk Buschhaus. Lars Frisch (21) hat seine Ausbildung als Elektroniker für Betriebstechnik im Helmstedter Revier abgeschlossen.

Insgesamt 1387 Auszubildende absolvierten die diesjährige Winterprüfung. Davon bestanden 69 Auszubildende (das sind fünf Prozent) mit der Note eins.

„In diesem Jahr kommen die Auszubildenden aus 38 verschiedenen Betrieben. Davon sind 35 Ausgezeichnete gewerblich-technische Auszubildende und 34 kaufmännische Auszubildende“, stellte IHK Vizepräsident Helmut Streiff die aktuellen Prüfungsdaten in seiner Laudatio vor. Er lobte auch die Unternehmen, die Gutes geleistet hätten. „Auszubildende und Ausbildungsbetriebe sind zwei, die zusammengehören“, bestätigte Streiff.

Um die Zukunft der jungen Menschen sei der Vizepräsident nicht bange, denn 93 Prozent der Auszubildenden haben in diesem Jahr die Abschlussprüfungen bestanden. Das zeige, dass auch die Ausbildungsbetriebe ihre Hausaufgaben gemacht haben. Abschließend und als Dank dafür übergab Streiff der Leiterin Personal/Recht des Helmstedter Reviers, Cornelia Lange, eine Urkunde als Anerkennung für besondere Verdienste in der Berufsausbildung.

Das Unternehmen bildet Industriemechaniker, Elektroniker für Betriebstechnik, Industriekaufleute und Kaufleute für Büromanagement aus. Die Ausbildung im Helmstedter Revier hat eine lange Tradition. Seit 1921 werden am Standort gewerbliche und seit 1943 auch kaufmännische Auszubildende begleitet. Aktuell lernen 46 Auszubildende bei der Helmstedter Revier GmbH.

 

Helmstedt, den 22. April 2015

Pressemitteilung 03/2015

von links: stellvertretender Landrat Rolf-Dieter Backhaus, Geschäftsführer Dr. Torsten Dietze, Leiterin Personal Cornelia Lange und der Leiter der Agentur für Arbeit, Gerald Witt

Ausbildung des Helmstedter Reviers ist zum 19. Mal beim Schöninger Berufsfindungsmarkt dabei

 

Stolz verwies Schöningens Bürgermeister Henry Bäsecke auf ein künftiges Jubiläum. „ Im kommenden Jahr können wir auf 20 Jahre Berufsfindungsmarkt zurückblicken“, freute er sich über die gute Resonanz der Betriebe und Schulen aus der Region auf dieses Angebot. Von Beginn an ist auch die Helmstedter Revier GmbH dabei. Das Unternehmen bildet in den Berufen  Elektroniker für Betriebstechnik, Industriemechaniker und Industriekaufmann aus. Derzeit lernen insgesamt zwei Studenten im Praxisverbund und 44 Auszubildende sowie 25 Auszubildende aus dem Ausbildungsverbund bei der Helmstedter Revier GmbH.

 

 

Der Berufsfindungsmarkt wird gemeinsam von der Agentur für Arbeit und der Stadt Schöningen organisiert. Schüler haben hier die Möglichkeit, sich über ihren zukünftigen Ausbildungsberuf zu informieren und Kontakte zu knüpfen. Am Informationsstand der Helmstedter GmbH herrschte reges Treiben. Schüler konnten sich mit Auszubildenden des Unternehmens unterhalten und auf diese Weise erste Eindrücke von ihrem vielleicht zukünftigen Ausbildungsbetrieb bekommen. Auch ein erster Kontakt mit den Ausbildern aus den verschiedenen Berufsfeldern war möglich. Schüler, die bereits ihre Wahl getroffen hatten, konnten direkt am Stand ihre Bewerbungsunterlagen für das kommende Ausbildungsjahr abgeben. Zufrieden äußerte sich Geschäftsführer Dr. Torsten Dietze über den diesjährigen Verlauf. „Es sind viele junge Leute zu uns gekommen, die sich für unser Ausbildungsangebot interessieren und wir freuen uns über das Interesse an unserem Unternehmen, denn gut ausgebildete Fachkräfte sind unsere Zukunft.“

 

Damit verspürt die Helmstedter Revier GmbH noch nicht den Rückgang an Bewerbungen wie es andere Ausbildungsbetriebe bereits deutlich merken. Der Leiter der Agentur für Arbeit, Gerald Witt, wies bei seiner Begrüßung auf eine Wende der bisherigen Situation am Ausbildungsmarkt hin. Es gäbe deutlich weniger Ausbildungsbewerber und die Betriebe sehen sich der Situation gegenüber, qualifizierte junge Leute zunehmend umwerben zu müssen. In Richtung der jungen Besucher des Berufsfindungsmarkts richtete er eine mahnende Botschaft: Fehlende Ausbildung sei ein hohes Risiko für dauernde Arbeitslosigkeit – eine gute Berufsausbildung sichere jedoch einen erfolgreichen Berufsweg.

 

Pressemitteilung 02/2015

Berufsbildende Schule Helmstedt ehrt besten Auszubildenden der HSR

Eigentlich schon routiniert nahm der frisch gebackene Industriemechaniker Daniel Henze am 19. Februar die Urkunde zur Ehrung der besten Schüler der Berufsbildenden Schule (BBS) in Helmstedt entgegen. Denn auch schon sein Zwischenzeugnis wurde mit einer Auszeichnung belohnt. Henze absolvierte seine Berufsausbildung bei der Helmstedter Revier GmbH, wo er derzeit als Jungfacharbeiter im Anlagenservice im Kraftwerk Buschhaus angestellt ist.  

 

Vorstandsmitglied des Fördervereins der BBS in Helmstedt, Sabine Fredersdorf-Crome, übergab die insgesamt drei Preise an zwei junge Frauen (Avacon) und Henze (HSR) mit den Worten: „Die Schule ist nur ein Teil der dualen Berufsausbildung, daher geht mein Dank auch an die Betriebe, ohne die, so ein Ergebnis nicht möglich wäre.“

 

In seiner Laudatio lobte Klassenlehrer Dr. Jörg Plate die Bestnote des jungen Industriemechanikers  als Leuchtturmleistung. Er habe von Anfang bis Ende durchgehend sehr gute Leistungen gezeigt. Das gelte für das Fachliche aber auch das soziale Verhalten.

 

Auch Ausbildungsleiter Ulrich Sievers von der Helmstedter Revier GmbH freut sich über die sehr gute Leistung seines Schützlings. Wir als Ausbilder geben unseren Auszubildenden die Basis, doch es liegt an jedem Einzelnen, mit eigener Motivation und eigenem Engagement seine berufliche Zukunft selbst erfolgreich zu gestalten. Diese Chance, die wir den jungen Menschen bieten, hat Daniel Henze vollständig genutzt. Ich bin mir sicher, dass er auch weiterhin seinen beruflichen Weg gehen wird.“

 

Das Unternehmen bildet Industriemechaniker, Elektroniker für Betriebstechnik, Industriekaufleute und Kaufleute für Büromanagement aus. Die Ausbildung im Helmstedter Revier hat eine lange Tradition. Seit 1921 werden am Standort gewerbliche und seit 1943 auch kaufmännische Auszubildende begleitet. Aktuell lernen 46 Auszubildende bei der Helmstedter Revier GmbH.   

Helmstedt, 23. Februar 2015

Pressemitteilung 01/2015

Helmstedter Revier GmbH spricht Auszubildende frei

Der Weg in die berufliche Zukunft liegt vor ihnen. 13 Auszubildende der Helmstedter Revier GmbH, jeweils drei Auszubildende der ERA Morsleben und E.ON Rhein-Ruhr-Ausbildungs GmbH sowie ein Auszubildender der European Salt Company wurden am 16. Januar 2015 im Herzoginnensaal des Schloss Schöningen freigesprochen. In den beiden Absolventengruppen Industriemechaniker und Elektroniker für Betriebstechnik gab es jeweils einmal die Bestnote „sehr gut“. Die Absolventen der Helmstedter Revier GmbH werden von nun an für ein Jahr als Jungfacharbeiter im Betrieb mitarbeiten.

 Dr. Torsten Dietze, Geschäftsführer der Helmstedter Revier GmbH wies darauf hin, dass junge Leute ein Unternehmen beleben. „Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft halten die Helmstedter Revier GmbH lebendig. Dabei treffen mannigfaltige Berufserfahrungen auf frische neue Ideen und schaffen neue Blickwinkel, um Probleme aus einer anderen Sicht wahrzunehmen. Wir stehen auch weiterhin zur Ausbildung in unserem Betrieb.“ Er bat die jungen Leute, das Ender Ausbildung nicht als ein Ende des Lernens zu betrachten. „Stellen Sie sich weiteren Prüfungen, seien Sie weiter neugierig, lebenslanges Lernen gehört für eine erfolgreiche Berufslaufbahn unabdinglich dazu“, gab er den frisch gebackenen Jungfacharbeitern mit auf den Weg.

 Ausbildung hat im Helmstedter Revier eine lange Tradition. Seit 1921 werden am Standort gewerbliche und seit 1943 auch kaufmännische Auszubildende in ihren späteren Beruf begleitet. Aktuell lernen insgesamt zwei Studenten im Praxisverbund und 44 Auszubildende sowie 25 Auszubildende aus dem Ausbildungsverbund bei der Helmstedter Revier GmbH.

Helmstedt, 16. Januar 2015

Pressemitteilung 03/2014

(v.l.) Dr. Torsten Dietze, Geschäftsführer der HSR, mit der Anerkennungsurkunde für den Ausbildungsbetrieb, Vivien Fritsch, Marvin Sandner und Ausbildungsbeauftragte sowie kaufmännische Leiterin der HSR, Susanne Schmidt

IHK Braunschweig ehrt Auszubildende der Helmstedter Revier GmbH

Prüfung mit Auszeichnung bestanden

Eine Ehrung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Braunschweig erhielten gestern Vivien Fritsch und Marvin Sandner, die ihre Berufsausbildung bei der Helmstedter Revier GmbH (HSR) absolvierten. Beide Auszubildende haben ihre Prüfungen mit Auszeichnung bestanden.

In ihrem Sommer-Abschluss zur Industriekauffrau erreichte die 21-jährige Vivien Fritsch ein sehr gutes Ergebnis und auch Marvin Sandner (20), Student im Praxisverbund, bestand seine Prüfung zum Elektroniker für Betriebstechnik als Prüfungsbester.

Dr. Torsten Dietze, Geschäftsführer der HSR, freute sich in seiner Laudatio im Business Foyer der Volkswagenhalle in Braunschweig mit den jungen Leuten: „Die Unternehmen brauchen engagierte, gut ausgebildete Mitarbeiter. Gerade vor dem Hintergrund der Globalisierung ist die Qualität der Berufsausbildung ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal.“ Er riet den Auszubildenden Innovation mit Bewehrtem zu kombinieren und den Ausbildungsbetrieben, nicht an der Berufsausbildung junger Menschen zu sparen.

Auch der Vizepräsident der IHK Braunschweig, Helmut Streiff, bestätigte noch einmal: „Das Ende der Berufsausbildung ist ein wesentlicher Baustein im Leben eines jeden – ein ganz entscheidender Meilenstein und Basis für die weitere berufliche Laufbahn.“

Vivien Fritsch war ebenfalls von der IHK eingeladen, einige Worte an das Publikum zu richten: „Ich hoffe und bin mir sicher, dass ein guter Berufsabschluss Türen öffnet. Ich möchte nutzen, was IHK und Ausbildungsbetrieb mir auf meinen beruflichen Weg mitgegeben haben.“ Sie hatte mit ihrer Projektarbeit „Kaufen oder Leasen? Ein Angebotsvergleich am Beispiel eines Dumpers zum Transport von Abraum im Tagebau Schöningen“ die Prüfer vollständig überzeugt.

Weiterhin erhielt der Ausbildungsbetrieb der Helmstedter Revier GmbH eine Urkunde mit der Anerkennung für besondere Verdienste in der Berufsausbildung.

Nähere Informationen:
Zurzeit bildet die HSR insgesamt 57 Auszubildende und fünf Studenten im Praxisverbund (davon drei Studenten der EEW Energy from Waste GmbH) aus. Neben den eigenen Auszubildenden unterstützt das Unternehmen ortsansässige Firmen in einem Ausbildungsverbund. Die Verbundpartner stellen weitere 17 Auszubildende, die einen Teil ihrer Ausbildung bei der HSR absolvieren.

Auch im kommenden Jahr werden wieder Industriemechaniker und Elektroniker für Betriebstechnik ausgebildet.

Schriftliche Bewerbungen für 2015 oder Anfragen zum Thema können bis zum 30. November 2014 an die Helmstedter Revier GmbH, Aus- und Fortbildungszentrum, Ulrich Sievers, Schöninger Straße 2-3, 38350 Helmstedt, Telefon: 05351-18 30 11 oder unter ausbildung@helmstedterrevier.de gesendet werden.

Helmstedt, 17. September 2014

Pressemitteilung 02/2014

Helmstedter Revier GmbH spricht Auszubildende frei

Der Weg in die berufliche Zukunft liegt vor ihnen. Drei kaufmännische Auszubildende der Helmstedter Revier GmbH sowie zwei Auszubildende der Energy from Waste GmbH wurden heute freigesprochen. Marvin Sandner, Ausbildungsabschluss zum Elektroniker für Betriebstechnik, Alina Neumann, Abschluss zur Kauffrau für Bürokommunikation und Vivien Fritsch, Abschluss zur Industriekauffrau, bestanden die Prüfungen mit guten bis sehr guten Noten.

Bei der Energy from Waste GmbH erhielten Elisa Wilhelm, Studentin im Praxisverbund, den Ausbildungsabschluss zur Elektronikerin für Betriebstechnik und Lena Daum, den Abschluss zur Kauffrau für Bürokommunikation. Beide bestanden ebenfalls mit guten Noten.

Dr. Torsten Dietze, Geschäftsführer der Helmstedter Revier GmbH lobte die guten Leistungen der Auszubildenden, verwies jedoch auf die Option des lebenslangen Lernens. „Tradition wahren ist eine Sache, gehen Sie jedoch auch neue Wege, verwirklichen Sie Ihre Ideen, aber lernen Sie auch von den älteren Kollegen“, betonte er. Eine gute Mischung aus Jung und Alt sieht er als die ideale Besetzung für die Zukunft.

Andreas Echternach Personalleiter bei der Energy from Waste GmbH zollte den Absolventen Respekt für die arbeitsreichen drei Jahre in der Ausbildung. „Ihr Einsatz und Ihr Fleiß hat zu den hervorragenden Ergebnissen bei Ihrem Abschluss geführt, dass ist eine sehr gute Grundlage für die weitere berufliche Entwicklung“ lobte er.

Ausbildung hat im Helmstedter Revier eine lange Tradition. Seit 1921 werden am Standort gewerbliche und seit 1943 auch kaufmännische Auszubildende in ihren späteren Beruf begleitet. Aktuell lernen insgesamt fünf Studenten im Praxisverbund und 43 Auszubildende sowie 25 Auszubildende aus dem Ausbildungsverbund bei der Helmstedter Revier GmbH.

Helmstedt, 11. Juli 2014

Pressemitteilung 01/2014

MIBRAG schließt Übernahme des Helmstedter Reviers ab

Closing nach Genehmigung aller involvierten Behörden vollzogen/Arbeitsplätze und Ausbildung sind bei der Helmstedter Revier GmbH gesichert

Zeitz/Helmstedt. MIBRAG hat am 20. Dezember 2013 mit dem Closing der Verträge zum 31.12.2013 die vollständige Übernahme der Helmstedter Revier GmbH (HSR) von dem bisherigen Eigentümer E.ON SE vollzogen. Dieser Schritt bildet den Abschluss des Übernahmeverfahrens und erfolgte nach Zustimmung aller involvierten Behörden.

MIBRAG übernimmt das durch Abspaltung von der E.ON Kraftwerke GmbH in Hannover entstehende Unternehmen in Helmstedt als 100-prozentige Tochter. Es besteht im Wesentlichen aus dem Kraftwerk Buschhaus sowie dem Tagebau Schöningen. Die neue Gesellschaft firmiert als Helmstedter Revier GmbH (HSR).

MIBRAG wird das Kraftwerk Buschhaus mit einer Brutto-Leistung von rund 390 Megawatt nach der voraussichtlichen Stilllegung des Tagebaus Schöningen im Jahr 2017 weiter betreiben und mit Braunkohle aus dem mitteldeutschen Revier zu versorgen.

Dazu Dr. Joachim Geisler, Vorsitzender der Geschäftsführung MIBRAG: „Der Erwerb des Helmstedter Reviers ist sowohl für MIBRAG als auch für die Region eine Chance für sichere Arbeit und qualifizierte Ausbildung. Wir heißen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer neuen Tochter herzlich in der MIBRAG-Gruppe willkommen und freuen uns auf die Zusammenarbeit.“

Dr. Torsten Dietze, Geschäftsführer von HSR, erklärt: „Ich freue mich auf die neue Aufgabe. Die Mannschaft, die ich im Prozess der Vertragsverhandlungen kennengelernt habe, ist hochmotiviert. Wir werden gemeinsam die Zukunft im Helmstedter Revier weiter gestalten.“ Neben Dr. Torsten Dietze gehört mit Lutz Strumpf, der ehemalige Kraftwerksleiter Buschhaus zur Geschäftsführung des Unternehmens. Derzeit sind etwa 480 Mitarbeiter an den Standorten beschäftigt. Jährlich werden 14 Azubis ausgebildet.

Andreas Schneider, Betriebsratsvorsitzender im Helmstedter Revier, hebt hervor: „Wir starten positiv in das neue Jahr, das uns allen viel Arbeit bringen wird. Dabei bin ich zuversichtlich, denn die erfolgreiche Übernahme hat für beide Seiten Vorteile. Für unsere Mitarbeiter sichert sie vor allem die Arbeitsplätze über den bisher angenommenen Zeitpunkt hinaus.“

Hintergrund: Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG) mit Sitz in Zeitz (Sachsen-Anhalt) investierte in den vergangenen 20 Jahren über 1,3 Milliarden Euro in innovative Bergbautechnik sowie in Maßnahmen zum Umweltschutz. Das Bergbauunternehmen fördert in ihren beiden Tagebauen Profen (Sachsen-Anhalt) und Vereinigtes Schleenhain (Sachsen) jährlich etwa 19 Millionen Tonnen Rohbraunkohle. Hauptabnehmer sind die Kraftwerke Schkopau (Sachsen-Anhalt) und Lippendorf (Sachsen). Weitere Geschäftsfelder sind die Produktion und der Verkauf von Braunkohlenstaub und Fernwärme. Die MIBRAG-Gruppe beschäftigt etwa 3.000 Mitarbeiter, davon 150 Auszubildende.

Zeitz, 2. Januar 2014

Gemeinsame Pressemitteilung

18. September 2013

E.ON und MIBRAG unterzeichnen Verträge zum Verkauf des Helmstedter Reviers

Erwerb durch MIBRAG sichert Arbeitsplätze und Weiterbetrieb des Kraftwerks

E.ON SE und die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG) haben am 18. September 2013 einen Vertrag zum Verkauf des Helmstedter Reviers unterzeichnet. MIBRAG übernimmt das durch Abspaltung von der E.ON Kraftwerke GmbH, Hannover, entstehende Unternehmen in Helmstedt als 100-prozentige Tochter. Im Wesentlichen wird das neue Tochterunternehmen aus dem Kraftwerk Buschhaus sowie dem Tagebau bei Schöningen bestehen. Die neue Gesellschaft wird als Helmstedter Revier GmbH firmieren.

Darüber hinaus übernimmt das mitteldeutsche Bergbauunternehmen  im Zuge der Transaktion  die in Bezug auf das Helmstedter Revier bestehenden Rückbau- und Rekultivierungsverpflichtungen.

Das Braunkohle-Kraftwerk hat eine Brutto-Leistung von rund 390 MW und wurde 1985 in Betrieb genommen. Nach den bisherigen Planungen von E.ON sollte der Betrieb des Kraftwerks Buschhaus eingestellt werden, wenn voraussichtlich im Jahr 2017 die Vorkommen im angeschlossenen Schöninger Tagebau erschöpft sind.
MIBRAG wird das Kraftwerk weiterbetreiben und mit Braunkohle aus dem mitteldeutschen Revier versorgen.

Dazu erklärte Dr. Joachim Geisler, Vorsitzender der Geschäftsführung MIBRAG: „Der Erwerb des Helmstedter Reviers ist für MIBRAG eine wichtige Investition in die Zukunft. Wir haben Erfahrung in der Kohlenförderung, in der Rekultivierung und im Kraftwerksbetrieb. Buschhaus ist ein moderner Kraftwerksstandort und unsere qualitativ hochwertige Kohle wird auch künftig für den wirtschaftlichen Betrieb der Anlage sorgen. Damit werden hochqualifizierte Arbeits- und Ausbildungsplätze im Helmstedter Revier gesichert.“

Dr. Ingo Luge, Vorsitzender der Geschäftsführung der E.ON Deutschland, betont: „E.ON freut sich, mit MIBRAG einen im Bergbau und in der Stromerzeugung erfahrenen Käufer für das Helmstedter Revier gefunden zu haben. Wir sind sicher, unsere Mitarbeiter und Anlagen mit diesem Vertrag in verantwortungsvolle und kompetente Hände zu geben.“

Andreas Schneider, Vorsitzender des Betriebsrats des Helmstedter Reviers ergänzt: „Wir begrüßen es sehr, dass E.ON und MIBRAG in einem schwierigen Umfeld gemeinsam eine Lösung gefunden haben, die unseren Mitarbeitern zu Gute kommt und Arbeitsplätze über den bisher angenommenen Zeitpunkt hinaus sicherstellt.“

Die Unternehmen rechnen mit dem Abschluss der Transaktion am Jahresende 2013.
Über den Kaufpreis haben die Vertragspartner Stillschweigen vereinbart.

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